Duell mit dem Spitzenreiter
- fsv95fal-ke
- vor 5 Stunden
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Die deshalb nicht besonders hohen Erwartungen der spärlich angereisten Fanschaft sanken noch mal deutlich, als sich bei Anpfiff zeigte, dass die Falken nur einen Ersatzspieler hatten: Chef Schläger, der sich kurz vor seiner Einwechslung in der Halbzeit vom jugendlichen Ungestüm der U 23 des RSV Eintracht 1949 schon genervt fühlte. „Habt ihr gesehen, wie die rennen können“ stellte er den Zuschauern eine eher rhetorische Frage. Die Antwort lautet: Ja, und wie.
Tatsächlich stürmten die Jungspunde in blau in der ersten Halbzeit nahezu unaufhaltsam, die Falken fanden sich den größeren Teil der Spielzeit dicht gedrängt in der eigenen Hälfte wieder und versuchten sich dem Sturm und Drang des Gegners entgegenzustellen.

Mit wechselnden Erfolg; in der 21. Minute fingen sie sich den ersten Treffer, den Leon Hipp nur 6 Minuten später wieder egalisierte.

Es gab kaum kein Durchkommen, denn nahezu jeder Angriff endete bei den schnellen und engagierten Verteidigern des RSV, die koordiniert auf den Ballführer gingen und unsere schnellen Torjäger gut unter Kontrolle hielten. Um dann flott, flott wieder selbst auf Angriffskurs zu gehen. Nach einer halben Stunde war dieses Vorgehen erneut von Erfolg gekrönt, mit Treffern in der 30. Und 37. Minute hängten die Stahnsdorfer die Falken erstmal ab und gingen mit einem 3:1-Vorsprung in die Kabine.
War es die Traineransprache, das Besinnen auf die eigenen Stärken oder purer Trotz – die zweite Halbzeit sah deutlich ansprechender aus. Während die Falken sich in den Kampf stürzten und sämtliche Reserven mobilisierten, sahen die Blauen plötzlich blass aus. Und mussten nicht nur mit dem Tor von Lemmi den Anschlusstreffer hinnehmen, der die Falkefans jubeln ließ, sondern kassierten auch noch von Mark den Ausgleich nach einem traumhaften Assist von Devin.
Gegen Ende der Partie legten die Gastgeber wieder `ne Schüppe drauf und brachten die Verteidigung in große Not und den zu Hilfe eilenden Frontspielern je eine gelbe Karte. Aber selten waren die so hilfreich wie in diesem Match, aus dem die Falken unerwartet, aber keinesfalls unverdient einen Punkt mitnahmen. Damit brachen sie den Angriffen die Spitze und verunsicherten die Platzherren derart, dass diese keiner ihrer Gelegenheiten mehr verwandeln konnten. Fassungslos tickerte der Berichterstatter: „Wie kann man so ein Spiel noch aus der Hand geben?“, der Team-Falke-Chat diagnostizierte knapp und zutreffend: “Richtig stark!“



























