top of page

Zu Berge aus dem Tal der Tränen

Es gibt nichts zu beschönigen, die Fans der Ersten Männermannschaft haben in dieser Saison zuletzt historische Tiefpunkte erlebt. Aber schon im letzten Heimspiel gegen Seeburg blitzten Erinnerungen an den fulminanten Saisonstart auf, als die Falken sogar mal die Tabelle anführten. Und selbst damals hat uns der SV Germania 90 Berge mit der 1:3-Heimniederlage in Falkenrehde und dem Rauswurf aus dem Kreispokal in die Suppe gespuckt. Dementsprechend niedrig waren die Erwartungen der angereisten Fans, aber ausgerechnet gegen den klaren Favoriten und mit einem 2:0-Rückstand meldeten sich die Falken eindrucksvoll zurück im Kreisoberligafußball. Auch wenn sie den nicht ganz wieder einholen konnten (es fehlten nur Sekunden ...) und im Ergebnis 2:1 unterlagen: Sie haben gekämpft. Warum sie trotzdem verloren haben, brachte der Berger Torschütze zum 2:0, Lennard Amadou Meyer, kurz, trocken und durchaus anerkennend auf den Punkt: "Ihr habt se halt nicht reingemacht."


Und das war das wirkliche Drama an diesem Spiel, das dem geneigten Zuschauer einiges zu bieten hatte, darunter zwei echte Glanzparaden unseres Torhüter Jens Ernicke (der am wenigsten für die Gegentore konnte, aber sich am meisten darüber ärgerte). In der ersten Halbzeit waren es natürlich vor allem die Gegentore, die das Falkeherz in Wallung brachten. Aber auch die Schiedsrichterentscheidungen trugen dazu bei, das sagen wir mal körperbetonte Spiel beider Teams erstens holprig und zweitens mit einer gewissen Tendenz zu gestalten, was den Fans ebenfalls missfiel. Denn mitunter fielen selbst die robustesten unter den BlauWeißen wie die Mimosen bei einer vergleichsweise zarten Berührung in sich zusammen (und manchmal sogar ganz ohne). Nur dass Mimosen nicht so brüllen, damit auch alle wissen, dass man ganz böse gefoult wurde.


Nun war das Schiriteam ab der 20. Minute nicht mehr komplett, weil sich einer Linienrichter verletzt hatte. Gute Besserung! Und das Spiel wurde auch immer wuseliger und ruppiger zum Halbzeitende hin, alleine im letzten Drittel fielen drei gelbe Karten.


Und dann dann waren da noch, na ja, die Buden, die wir nicht gemacht haben.

Und die, die wir nicht gekriegt haben:

Nachdem sich in der Halbzeitpause die Gemüter wieder ein wenig abgekühlt hatten, gingen die Falken daran, den Rückstand aufzuholen. Dabei erhöhten sie nach und nach den Druck auf die Gastgeber, die entsprechend reagierten. Dabei kam erstmal nichts Zählbares heraus außer sechs weitere gelbe Karten und zunehmende Begeisterung bei den Falkefans. Die konnten endlich mal wieder ihrer Mannschaft beim Fußballspielen zu sehen, die vor allem in der letzten Viertelstunde die Blauweissen fast schwindelig spielten und fieberten dem Ausgleich entgegen. Doch die Chancenverwertung ließ nicht mehr zu als den Ehrentreffer durch Marc Jankowiak in der 85. Minute und immerhin das wohlige Fangefühl: Da geht noch was!

Was da geht, sehen wir morgen beim Auswärtsspiel bei Fortuna Babelsberg.

Ab 11:00 Uhr in Falkenrehde sehen wir außerdem, was der B-Jugend noch so im Kreispokal gegen Golm so geht. Hartes Brett für die B.


 
 
bottom of page