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Herren I in Bredow - wieder kein Spielbericht

Diesmal gibt es einen Sonderbericht des Schiedsrichters Trapp-Staack und seinem Team, Christian Hartlep und Wilko Witte. Denn in der 67. Minute wurde die Partie beim Stand von 1:3 abgebrochen, weil nach Tätlichkeiten ein Mob losbrach, den die Schiedsrichter nicht mehr unter Kontrolle brachten. Im Ernst, solche Szenen willst Du als Fußballfan nicht sehen und wir zeigen sie auch nicht. Und das nicht nur, weil jetzt das Sportgericht zu entscheiden hat, wie dieses Spiel in die Wertung eingeht und welche Strafen die einzelnen Spieler und ggf. auch beide Vereine als Folge der Schlägerei (sorry, man kann es nicht anders nennen) treffen werden.


Wir wissen alle: bei jedem Fußballspiel gibt es mindestens zwei Sichtweisen, die der jeweiligen Vereine, und Hunderte dazwischen. Immerhin hat Bredow eine Videoaufnahme des gesamten Spiels, die Aufschluss geben kann über diese schnellste Eskalation, die selbst Falke-Urgestein und Herrenaufstiegstrainer Donald Schwarz je erlebt hat ("nicht mal annähernd") in seinen nun schon mehr als 40 Falkejahren.  (Rechnet man die wie Hundejahre auch mal sieben? Fühlt sich gerade so an. d. Red.) "Rempeleien ja, aber 'ne Schlägerei? Das will man als Fußballer und Fan nicht haben."


Umso bedauerlicher, dass ein Bredower Spieler, der innerhalb des Tumults und der Entwicklung dahin eine nicht unerhebliche Rolle spielte, eigenen Angaben nach schwer verletzt wurde. Ehrlich, Bro, das will keiner und wir wünschen nur das Beste und gute Genesung!


Und auch blöd für den Schiedsrichter, der sich sein letztes Spiel als Schiri sicher anders gewünscht hätte. Wir auch, ein solches Abschiedsspiel sollte keiner haben. Nicht zuletzt, als wir in der "Stadionzeitung" den Brandbrief der Schiedsrichter veröffentlicht haben, haben wir uns immer um Wertschätzung für die Menschen, die sich in der schwierigen Position des Unparteiischen für den Fußball engagieren, bemüht und freuen uns in jeder Saison, wenn wir selber Leute finden, die sich das trauen. Ob das unsere Senioren sind, die für die ganz Kleinen oder die Ü50 pfeifen, oder die offiziellen Ligaschiedsrichter - ihre Arbeit ist wichtig für unseren Verein und unseren Sport. Deshalb wollen wir hier auch ausdrücklich Alexander Trapp-Staack für sein Engagement danken, und: Entschuldigung für unseren Beitrag zu dem abrupten Ende der Partie.


Denn schließlich und endlich: It takes two to tango, es braucht Zwei zum Tango. Auch wenn der größte Teil unserer Spieler und dann auch Fans auf dem Rasen versuchten, die Streithähne zu trennen und zu deeskalieren: einige haben auch bei dem Scheiß mitgemacht. Und das geht nicht. So verständlich im Einzelfall, so schädlich für die Gesamtheit des Vereins, die Fans und den Fußball. Wir kämpfen um den Ball, aber nicht gegen die Person des Gegners. Nicht mit unfairen Mitteln und schon gar nicht mit Fäusten.



Und dabei hätte es so schön sein können. Bis zum Abbruch lieferte die Erste ein Spiel ab wie selten in der Saison. Schon in der 6. Minute setzte Marc ein fettes Ausrufezeichen und ballerte die Falken in Führung nach einem Pass von Devin auf Leon auf Marc und - wums.



Das zweite Tor, das Leon Hipp einschoss, war in der Art und Weise des Zustandekommens auch einfach ein Träumchen und genau die Sorte, bei der dem Falkefan einen Moment die Kinnlade runterklappt: "Was die alles können!"


Erwartungsgemäß fanden die Bredower das nicht so klasse und versuchten alles, um die Falken zu stoppen. Das gelang nicht, gleich nach Wiederanpfiff baute Leon mit seinem Treffer zum 1:3 den Vorsprung aus, die Bredower gingen crashout, obwohl zwischenzeitlich Iljber Alili in der 38. Minute den Anschlusstreffer für die Bredower erzielte und es letztlich auch in dem Spiel um nichts mehr ging. Mit dem sechsten und achten Tabellenplatz haben beide Teams gute Leistungen in der Kreisoberliga abgeliefert, aber keine Chance auf einen Aufstiegsplatz. Bitter. Ganz bitter.


Und trotz alledem ein paar Eindrücke von einen Spiel, das hätte schön sein können:





 
 
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